Gericht
Sozialgerichtsbarkeit (38838)
Verfassungsgerichtsbarkeit (83)
Verwaltungsgerichtsbarkeit (1210)
Gerichte der EU (6)
Ordentliche Gerichtsbarkeit (1013)
Arbeitsgerichtsbarkeit (137)
Finanzgerichtsbarkeit (87)

Datum
2022 (1459)
2021 (2495)
2020 (2120)
2019 (2531)
2018 (2333)
2017 (2639)
2016 (2936)
2015 (4224)
2014 (2921)
2013 (1392)
mehr...
LSG Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 30.08.2006 - 9 U 383/03
Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung, Rechtsvermutung nach § 63 Abs. 2 S. 1 SGB VII
1. Wenn die Todesursache von einem Organ ausgeht, das durch die Berufskrankheit nicht betroffen ist, so ist der Tod eines Versicherten offenkundig nicht wesentlich durch eine Berufskrankheit verursacht.
2. Die Rechtsvermutung nach § 63 Abs. 2 S. 1 SGB VII beseitigt zugunsten der Hinterbliebenen grundsätzlich mit rechtlichen Mitteln die Ungewissheit über den ursächlichen Zusammenhang des Todes und erstreckt sich auf die Annahme, dass dieser infolge der Berufskrankheit eingetreten ist sowie auf die Richtigkeit der bindend festgestellten Höhe der MdE. Nur wenn offenkundig ist, dass Tod und Berufskrankheit in keinem ursächlichen Zusammenhang stehen, entfällt der Anspruch. Das Ergebnis einer Obduktion ist grundsätzlich verwertbar, wenn ihr Hinterbliebene freiwillig zugestimmt haben. [Amtlich veröffentlichte Entscheidung]
Fundstellen: NZS 2007, 380
Normenkette:
BKV Anl. 1 Nr. 4104
,
BKVO Anl. 1 Nr. 4104
,
SGB VII § 63 Abs. 1 § 63 Abs. 2 S. 1 § 63 Abs. 2 S. 2 Halbs. 1 § 63 Abs. 2 S. 2 Halbs. 2
Vorinstanzen: SG Lüneburg 22.10.2003 S 2 U 130/01