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BVerwG, Urteil vom 26.01.1995 - 5 C 8.93, FEVS 45, 447
»1. Ehegatten leben im Sinne von §§ 28, 29 BSHG getrennt, wenn die Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft zwischen ihnen nach den tatsächlichen Verhältnissen nicht nur vorübergehend aufgehoben ist.
2. Daß Ehegatten wegen des pflegebedingten Aufenthalts eines von ihnen in einem Heim räumlich voneinander getrennt leben und eine Wirtschaftsgemeinschaft zwischen ihnen nicht mehr besteht, reicht allein für die Annahme eines Getrenntlebens im Sinne der §§ 28, 29 BSHG nicht aus. Die Ehegatten leben in einem solchen Falle jedoch im Sinne dieser Vorschriften getrennt, wenn sich aus den ihre Beziehung zueinander kennzeichnenden Gesamtumständen ergibt, daß mindestens einer von ihnen den Willen hat, sich vom anderen Ehegatten unter Aufgabe der bisherigen Lebensgemeinschaft auf Dauer zu trennen. Die Annahme eines derartigen Trennungswillens setzt nicht voraus, daß die Eheleute keinerlei Kontakt mehr zueinander haben.«
Fundstellen: BVerwGE 97, 344, DVBl 1995, 696, DÖV 1995, 966, EzFamR BSHG § 28 Nr. 1, EzFamR aktuell 1995, 202, FEVS 45, 447, FamRZ 1995, 803, NJW 1996, 273, NVwZ 1995, 1106
Normenkette:
BSHG §§ 2, 28, 29
Vorinstanzen: OVG Hamburg 13.12.1991 Bf IV 113/89 , VG Hamburg 08.09.1989 5 VG 3791/88

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