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LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 20.07.2021 - 11 KR 2320/19
Versicherungspflicht der Witwe in der Krankenversicherung der Landwirte bei Fortführung des landwirtschaftlichen Unternehmens Anforderungen an die Eigenschaft als landwirtschaftliche Unternehmerin im Falle der Erbengemeinschaft mit minderjährigen Kindern
Führt die Witwe nach dem Tod ihres Ehemannes das landwirtschaftliche Unternehmen fort, begründet dies für sie eine Versicherungspflicht in der Krankenversicherung der Landwirte (KVdL), die einer freiwilligen Anschlussversicherung nach § 188 Abs. 4 SGB V und einer Versicherung in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) vorgeht. Bilden die Witwe und die minderjährigen Kinder eine Erbengemeinschaft und erklärt die Witwe, das landwirtschaftliche Unternehmen im Interesse ihrer Kinder bis zu deren Volljährigkeit im bisherigen Umfang weiterzubetreiben, gilt nur die Witwe als landwirtschaftliche Unternehmerin.
Normenkette:
SGB V § 5 Abs. 1 Nr. 11
,
SGB V § 5 Abs. 2 S. 2
,
SGB V § 5 Abs. 5
,
KVLG (1989) § 2 Abs. 1 Nr. 1 Hs. 1-2
,
KVLG (1989) § 2 Abs. 3 S. 1 und S. 3
,
KVLG (1989) § 2 Abs. 4a S. 1
,
KVLG (1989) § 3 Abs. 1
,
KVLG (1989) § 3 Abs. 2 Nr. -2
,
KVLG (1989) § 7 Abs. 1 S. 3
,
ALG § 1 Abs. 5
Vorinstanzen: SG Reutlingen 02.07.2019 S 9 KR 557/19
Tenor
Die Berufung der Klägerin gegen den Gerichtsbescheid des Sozialgerichts Reutlingen vom 02.07.2019 wird zurückgewiesen.
Die Klage gegen die Bescheide der Beklagten vom 03.01.2020 und 09.01.2021 wird abgewiesen.
Außergerichtliche Kosten sind nicht zu erstatten.

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